Wer bei „Bares für Rares“ Bianca sieht, begegnet Dr. Bianca Berding: einer promovierten Kunsthistorikerin, die historische Gegenstände nicht nur nach Alter und Marktwert beurteilt, sondern sie kunstgeschichtlich einordnet. Seit Ende 2019 gehört sie vor der Kamera zum Expertenteam der erfolgreichen ZDF-Trödelshow. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen besonders im Jugendstil und Art déco – Epochen, mit denen sie sich bereits wissenschaftlich intensiv beschäftigt hat. Inzwischen ist Berding außerdem in weiteren Kulturformaten zu sehen, darunter die 3sat-Reihe „Das Geheimnis der Meister“ und die Dokumentation „True Art Crime“.
Bianca Berding im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Name | Dr. Bianca Berding |
| Beruf | Kunsthistorikerin, TV-Expertin und Moderatorin |
| Bekannt durch | „Bares für Rares“ im ZDF |
| Fachgebiete | Besonders Jugendstil und Art déco |
| Akademischer Hintergrund | Promotion an der Freien Universität Berlin |
| Dissertation | „Der Kunsthandel in Berlin für moderne angewandte Kunst von 1897 bis 1914“ |
| Weitere TV-Arbeit | „Das Geheimnis der Meister“, „True Art Crime“ |
Berding bezeichnet sich auf ihrer eigenen Website als Kunsthistorikerin, Expertin und Moderatorin. Dort nennt sie neben ihrer Promotion auch ihre Arbeit als Museumspädagogin, Beraterin und Kunstführerin sowie ihre Tätigkeit bei Kunstmessen wie Art Cologne und Cologne Fine Art & Antiques.
Seit wann ist Bianca Berding bei „Bares für Rares“?
Ihr erster Auftritt als Expertin bei „Bares für Rares“ erfolgte am 27. Dezember 2019. Bei ihrer Vorstellung beschrieb Berding Jugendstil und Art déco als ihre besonderen Fachgebiete und erklärte ihre Begeisterung für historische Objekte und deren Geschichten.
Dass sie weiterhin zum Format gehört, zeigen aktuelle ZDF-Ausgaben. In einer Sendung vom 18. Juni 2026 erläuterte sie beispielsweise eine Kaltnadelradierung von Georg Baselitz. Auch das ZDF führte sie bereits in seinen offiziellen Presseunterlagen ausdrücklich als Expertin der Sendung.
Bei „Bares für Rares“ besteht ihre Rolle darin, Objekte kunsthistorisch zu untersuchen und für die Sendung verständlich einzuordnen. Dabei können Gemälde und Grafiken ebenso auf ihrem Tisch landen wie kunsthandwerkliche Arbeiten oder dekorative Gegenstände. Entscheidend ist nicht allein ein möglicher Verkaufspreis: Herkunft, Stil, Künstler oder Hersteller, Material, Alter und Erhaltungszustand helfen dabei, ein Stück möglichst präzise einzuordnen.
Warum Jugendstil und Art déco zu Bianca Berding passen
Berdings Spezialisierung ist eng mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit verbunden. Ihre Dissertation an der Freien Universität Berlin trägt den Titel „Der Kunsthandel in Berlin für moderne angewandte Kunst von 1897 bis 1914“ und wurde 2012 veröffentlicht. Das Werk beschäftigt sich intensiv mit dem Berliner Markt für modernes Kunstgewerbe und insbesondere mit Entwicklungen rund um den Jugendstil.
In ihrer Untersuchung widmete sie sich unter anderem dem Kunstsalon Keller & Reiner, der Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin moderne angewandte Kunst präsentierte und verkaufte. Die Dissertation zeichnet nach, wie sich vor dem Ersten Weltkrieg ein spezialisierter Markt für hochwertiges modernes Kunsthandwerk entwickelte. Jugendstil war damit für Berding kein Fachgebiet, das erst mit ihrer Fernseharbeit entstand, sondern bereits Gegenstand ihrer akademischen Forschung.
Genau diese Verbindung aus Kunstgeschichte und Objektkenntnis ist für eine Sendung wie „Bares für Rares“ besonders hilfreich. Ein Gegenstand aus der Zeit um 1900 lässt sich schließlich nicht allein anhand seines Aussehens bewerten. Gestaltung, Herstellungsverfahren, Material, Signaturen, historische Zusammenhänge und die Stellung eines Herstellers oder Künstlers können für die Einordnung entscheidend sein.
„Jedes Kunstwerk spricht – ich helfe, es zu verstehen.“
Dieser Satz auf Berdings offizieller Website fasst ihren Ansatz treffend zusammen: Nicht nur der Gegenstand selbst zählt, sondern auch die Geschichte, die sich aus ihm erschließen lässt.
Von der Kunstwissenschaft ins Fernsehen
Bevor Bianca Berding vor einem großen Fernsehpublikum bekannt wurde, sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Bereichen der Kunstvermittlung. Auf ihrer Website nennt sie Tätigkeiten als Museumspädagogin, Kunstführerin und Beraterin, unter anderem im Umfeld der Kölner Kunstmessen Art Cologne und Cologne Fine Art & Antiques.
Ihr Weg zu „Bares für Rares“ führte zudem nicht unmittelbar vor die Kamera. Medienberichte über ihren Einstieg beschreiben, dass sie zunächst hinter den Kulissen beziehungsweise in der Redaktion der Sendung arbeitete. Im Dezember 2019 wechselte sie schließlich in die sichtbare Expertenrolle.
| Jahr | Station |
| 2012 | Veröffentlichung ihrer Dissertation an der Freien Universität Berlin |
| Vor 2019 | Tätigkeit unter anderem in Kunstvermittlung, Beratung und auf Kunstmessen |
| Dezember 2019 | Erster Auftritt als Expertin bei „Bares für Rares“ |
| 2024/2025 | Arbeit als Moderatorin und fachliche Teamleitung bei „Das Geheimnis der Meister“ |
| 2025 | Beteiligung als Kunsthistorikerin an „True Art Crime“ |
| 2026 | Weiterhin als Expertin in aktuellen „Bares für Rares“-Ausgaben zu sehen |
Die Stationen sind durch das Repositorium der FU Berlin, Berdings offizielle Website sowie aktuelle ZDF- und 3sat-Veröffentlichungen belegt.
Bianca Berding bei „Das Geheimnis der Meister“
Neben „Bares für Rares“ hat Berding ihre Fernseharbeit deutlich erweitert. Bei „Das Geheimnis der Meister“ führt sie ein Team durch die Untersuchung berühmter Kunstwerke. Das Konzept geht wesentlich tiefer als eine klassische Antiquitätenschätzung: Gemälde werden technisch und kunsthistorisch analysiert und anschließend möglichst genau rekonstruiert.
In den von 3sat präsentierten Folgen beschäftigt sich das Team beispielsweise mit Werken von Lucas Cranach, Sophie Taeuber-Arp, Gustav Klimt, Maria Sibylla Merian und Max Beckmann. Untersucht werden Fragen nach Farben, Pinselstrich, Übermalungen, Restaurierungen und der Entstehungsgeschichte eines Bildes. Die Rekonstruktion soll nachvollziehbar machen, wie ein bedeutendes Kunstwerk tatsächlich geschaffen wurde.
Damit zeigt Berding eine andere Seite ihrer Arbeit als bei „Bares für Rares“. Während eine Expertise in der ZDF-Sendung kompakt und auf ein einzelnes Verkaufsobjekt ausgerichtet sein muss, bietet eine Kunst-Dokumentation mehr Raum für wissenschaftliche Analyse, Materialuntersuchung und historische Zusammenhänge.
Auch Kunstkriminalität gehört inzwischen zu ihren TV-Themen
2025 war Bianca Berding zudem Teil der 3sat-Dokumentation „True Art Crime – Spektakuläre Verbrechen in der Kunstwelt“. Dort wurde sie ausdrücklich als Kunsthistorikerin und Jugendstil-Expertin aus „Bares für Rares“ vorgestellt. Das Format behandelt unter anderem Kunstfälschungen, spektakuläre Diebstähle und Betrugsfälle aus der Kunstwelt.
Ihre Beteiligung passt fachlich zu einer zentralen Aufgabe kunsthistorischer Expertise: Ein Objekt muss nicht nur stilistisch eingeordnet werden. Provenienz, Zuschreibung, Herstellungszeit, mögliche Manipulationen und die Frage nach Original oder Fälschung können ebenso wichtig sein.
Was macht Bianca Berding bei „Bares für Rares“ besonders?
Berdings wissenschaftliche Spezialisierung liegt nah an vielen Objekten, die typischerweise im Antiquitäten- und Kunsthandel auftauchen. Jugendstil umfasst schließlich nicht nur Gemälde. Auch Glas, Keramik, Metallarbeiten, Möbel, Schmuck, Grafik und andere Formen angewandter Kunst gehören zu dieser Epoche.
Ihre Dissertation über den historischen Kunsthandel zeigt zudem, dass sie sich nicht ausschließlich mit einzelnen Künstlern beschäftigt hat, sondern auch mit der Frage, wie Kunst und Kunsthandwerk auf den Markt gelangten und welche Rolle Händler bei ihrer Verbreitung spielten.
Für das Fernsehen kommt eine zweite Fähigkeit hinzu: Fachwissen muss in wenigen Minuten so erklärt werden, dass auch Zuschauer ohne kunsthistorische Ausbildung verstehen können, weshalb bestimmte Merkmale eines Objekts relevant sind. Genau an dieser Verbindung zwischen Wissenschaft, Vermittlung und Öffentlichkeit beschreibt Berding selbst den Schwerpunkt ihrer heutigen Arbeit.
Häufige Fragen zu Bianca von „Bares für Rares“
Wie heißt Bianca von „Bares für Rares“ vollständig?
Die Expertin heißt Dr. Bianca Berding. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin und gehört zum Expertenteam der ZDF-Sendung.
Seit wann ist Bianca Berding bei „Bares für Rares“?
Ihr erster Einsatz vor der Kamera als Expertin erfolgte am 27. Dezember 2019. Auch 2026 ist sie weiterhin in neuen Folgen der Sendung zu sehen.
Was ist das Spezialgebiet von Bianca Berding?
Zu ihren wichtigsten Fachgebieten gehören Jugendstil und Art déco. Besonders der Jugendstil knüpft unmittelbar an das Thema ihrer wissenschaftlichen Arbeit über den Berliner Handel mit moderner angewandter Kunst zwischen 1897 und 1914 an.
Hat Bianca Berding einen Doktortitel?
Ja. Bianca Berding promovierte als Kunsthistorikerin an der Freien Universität Berlin. Ihre Dissertation über den Berliner Kunsthandel für moderne angewandte Kunst wurde 2012 veröffentlicht und ist im Forschungsrepositorium der Universität dokumentiert.
Welche Sendungen macht Bianca Berding außer „Bares für Rares“?
Sie ist Moderatorin und sachverständige Teamleitung bei „Das Geheimnis der Meister“. Außerdem trat sie als kunsthistorische Expertin in der 3sat-Dokumentation „True Art Crime – Spektakuläre Verbrechen in der Kunstwelt“ auf.
Ist Bianca Berding noch bei „Bares für Rares“?
Ja. Das ZDF veröffentlichte noch am 18. Juni 2026 eine neue „Bares für Rares“-Folge, in der Bianca Berding als Expertin eine Kaltnadelradierung von Georg Baselitz erläutert.
Fazit
Hinter der häufig gesuchten „Bares für Rares Bianca“ steckt Dr. Bianca Berding – eine Kunsthistorikerin mit wissenschaftlichem Schwerpunkt auf moderner angewandter Kunst, Jugendstil und Art déco. Ihr Weg führte von Forschung und Kunstvermittlung über die Arbeit auf Kunstmessen bis ins Fernsehen. Seit Dezember 2019 bewertet sie bei „Bares für Rares“ historische Objekte; inzwischen verbindet sie diese Tätigkeit mit umfangreicheren Kulturformaten wie „Das Geheimnis der Meister“. Ihre besondere Stärke liegt damit genau dort, wo Kunstgeschichte für ein großes Publikum verständlich werden soll.
Mehr lesen Lena Valaitis Beerdigung: Was hinter der Suchanfrage steckt

