Maximilian von Schierstädt ist ein deutscher Unternehmer, dessen beruflicher Weg von digitalen Karten- und Softwareprojekten bis zur Förderung klassischer Musik reicht. Einer breiteren Öffentlichkeit ist sein Name außerdem durch seine Ehe mit der Moderatorin Barbara Schöneberger bekannt. Beruflich war von Schierstädt unter anderem an der familynet GmbH und der Familien-App Looping beteiligt. Heute ist sein Name besonders mit der Stretton Society und Stretton Violins verbunden, die sich mit hochwertigen historischen Streichinstrumenten und der Unterstützung von Musikerinnen und Musikern beschäftigen. Seine dokumentierte Laufbahn ist damit deutlich vielseitiger als die häufige Einordnung als „Barbara Schönebergers Ehemann“.
Maximilian von Schierstädt im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Name | Maximilian von Schierstädt |
| Beruflicher Hintergrund | Unternehmer, Digitalwirtschaft und Technologie |
| Bekanntes Digitalprojekt | familynet GmbH und die App Looping |
| Aktuelle öffentlich dokumentierte Tätigkeit | Founder & Chairman der Stretton Society |
| Weiteres Engagement | Mitgründer von Stretton Violins und Stretton Contemporary |
| Ehefrau | Barbara Schöneberger; verheiratet seit 2009 |
| Familie | Das Paar hat zwei Kinder. |
Von digitaler Kartentechnik zu eigenen Softwareprojekten
Von Schierstädts Verbindung zur Technologiebranche reicht weiter zurück als familynet. 2018 beschrieb die damalige Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär ihn in einem Medienbericht als langjährig in digitalen Themen aktiv und verwies auf seine frühere Tätigkeit im Management von gate5. Das Berliner Unternehmen entwickelte Software für digitale Karten, Routing und Navigation.
gate5 spielte in der frühen Entwicklung mobiler Navigation eine bemerkenswerte Rolle. Nokia übernahm das Unternehmen 2006 vollständig. Der finnische Technologiekonzern bezeichnete gate5 damals als Anbieter von Karten-, Routing- und Navigationssoftware; die Technologie floss unter anderem in Navigationsangebote für mobile Geräte ein.
Diese Station ordnet von Schierstädts späteres Unternehmertum ein: Seine berufliche Beschäftigung mit digitalen Produkten begann nicht erst mit Smartphone-Apps für Familien.
familynet und Looping: ein digitaler Kalender für Familien und Gruppen
2014 wurde die familynet GmbH eingetragen, zunächst mit Maximilian von Schierstädt als Geschäftsführer. Das Unternehmen entwickelte unter anderem Looping, eine App zur gemeinsamen Organisation von Terminen und Informationen. Das offizielle Impressum von Looping nennt die Anwendung als Produkt der familynet GmbH.
Die Idee zielte auf ein alltägliches Organisationsproblem: Familien und andere Gruppen sollten Termine digital an einem gemeinsamen Ort koordinieren können, anstatt Informationen auf mehrere Kalender, Nachrichten und Zettel zu verteilen.
2019 beteiligte sich W&W brandpool an familynet. Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe bezeichnete Maximilian von Schierstädt in ihrer damaligen Unternehmensmeldung als Gründer und CEO. Für Looping wurden zu diesem Zeitpunkt rund 700.000 registrierte Nutzer genannt. Diese Zahl beschreibt ausdrücklich den damaligen Stand und ist keine aktuelle Nutzerstatistik.
Bei der heutigen Einordnung von familynet ist eine Änderung wichtig: Öffentlich aufbereitete Handelsregisterdaten führen die Gesellschaft inzwischen als in Liquidation. Seit dem 6. März 2024 wird von Schierstädt dort als Liquidator anstelle eines Geschäftsführers geführt. Die frühere Bezeichnung als CEO beschreibt daher seine damalige, nicht seine heutige Funktion.
Austausch mit der Digitalpolitik
Seine Erfahrung in der Technologiebranche brachte von Schierstädt zeitweise auch in Beratungsformate an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik. 2018 gehörte er zum sogenannten Innovation Council im Umfeld der damaligen Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär. In einer zeitgenössischen Teilnehmerübersicht wurde er als Gründer von Family.Net aufgeführt.
Dabei handelte es sich nicht um ein gewähltes Amt. Ein weiterer Kontakt ist in einer Bundestagsdrucksache dokumentiert: Bei einem Treffen mit Bär am 16. Juni 2020 erscheint Maximilian von Schierstädt ausdrücklich mit der Berufsbezeichnung „IT-Unternehmer“ unter den externen Teilnehmern.
Seine Rolle lässt sich deshalb als fachlicher Austausch eines Unternehmers mit politischen Entscheidungsträgern beschreiben, nicht als politische Karriere.
Stretton Violins: vom Technologiegeschäft zur klassischen Musik
Ein weiterer Schwerpunkt entwickelte sich im Bereich hochwertiger historischer Streichinstrumente. Nach Angaben von Stretton Violins wurde die Gesellschaft 2020 von Stephan Jansen, Maximilian von Schierstädt und Johannes von Salmuth gegründet. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Beratung, Auswahl und Vermittlung seltener Streichinstrumente.
Der Markt unterscheidet sich deutlich von von Schierstädts früheren Digitalprojekten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem historische Violinen, Bratschen und Celli, deren kultureller und materieller Wert sie für viele Musiker ohne Unterstützung kaum zugänglich macht.
Stretton Violins beschreibt von Schierstädt offiziell als Mitgründer. Unternehmensangaben führen ihn zudem als Gesellschafter.
Maximilian von Schierstädt und die Stretton Society
Aus dem Umfeld von Stretton Violins entstand 2021 die gemeinnützige Stretton Society e.V. Sie wurde nach eigenen Angaben von Stephan Jansen, Maximilian von Schierstädt und Johannes Freiherr von Salmuth initiiert.
Die Organisation verfolgt ein konkretes Modell: Ausgewählte Musiker erhalten Zugang zu außergewöhnlichen historischen Instrumenten, darunter Werke von Antonio Stradivari und Giuseppe Guarneri „del Gesù“. Daneben unterstützt die Gesellschaft junge Talente durch Stipendien und Mentoringprogramme.
Maximilian von Schierstädt wird im offiziellen Impressum gemeinsam mit Stephan Jansen als Founder & Chairman geführt. Dieses Engagement gehört damit zu seinen derzeit am klarsten dokumentierten öffentlichen Funktionen.
Auch bei Stretton Contemporary ist er aktiv. Das Projekt führt Stephan Jansen und Maximilian von Schierstädt offiziell als Mitgründer.
Ehe mit Barbara Schöneberger
Abseits seiner unternehmerischen Arbeit ist Maximilian von Schierstädt vor allem als Ehemann von Barbara Schöneberger bekannt. Die deutsche Moderatorin und Entertainerin ist seit 2009 mit dem IT-Unternehmer verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.
Schöneberger tritt beruflich weiterhin unter ihrem bekannten Namen auf. Von Schierstädt selbst hat keine vergleichbare Karriere im Unterhaltungsbereich aufgebaut; sein öffentlich dokumentierter Lebenslauf liegt vor allem in Technologie, Unternehmertum und Kulturförderung.
Diese Trennung ist für seine Einordnung entscheidend: Seine Ehe erklärt seine Bekanntheit außerhalb der Wirtschaft, während seine eigene Karriere unabhängig davon über mehrere Unternehmen und Projekte nachvollziehbar ist.
Wichtige Stationen seiner Karriere
| Jahr | Dokumentierte Station |
|---|---|
| vor 2006 | Tätigkeit im Umfeld des Kartentechnologie-Unternehmens gate5 |
| 2006 | Nokia übernimmt gate5. |
| 2009 | Heirat mit Barbara Schöneberger |
| 2014 | Eintragung der familynet GmbH mit von Schierstädt als Geschäftsführer |
| 2018 | Teilnahme am Innovation Council im Umfeld von Dorothee Bär |
| 2019 | W&W brandpool investiert in familynet; Looping hat damals rund 700.000 registrierte Nutzer. |
| 2020 | Gründung von Stretton Violins nach Unternehmensangaben |
| 2021 | Mitinitiierung der Stretton Society |
| 2024 | Von Schierstädt wird bei familynet als Liquidator geführt. |
Häufige Fragen zu Maximilian von Schierstädt
Wer ist Maximilian von Schierstädt?
Maximilian von Schierstädt ist ein deutscher Unternehmer mit beruflichen Stationen in der Digitalwirtschaft. Bekannt wurde er unter anderem durch familynet und Looping. Heute ist er als Founder & Chairman der Stretton Society sowie als Mitgründer von Stretton Violins dokumentiert.
Was macht Maximilian von Schierstädt beruflich?
Seine öffentlich nachvollziehbare Arbeit umfasst Technologieunternehmen, digitale Produkte sowie Projekte rund um historische Streichinstrumente und Kulturförderung. Bei der Stretton Society wird er gegenwärtig als Founder & Chairman geführt.
Ist Maximilian von Schierstädt noch Geschäftsführer von familynet?
Nein. Die familynet GmbH befindet sich laut öffentlich aufbereiteten Registerdaten in Liquidation. Von Schierstädt wird seit März 2024 als Liquidator geführt.
Was ist Looping?
Looping ist eine Anwendung der familynet GmbH zur digitalen Organisation gemeinsamer Termine und Informationen. 2019 nannte der damalige Investor W&W brandpool rund 700.000 registrierte Nutzer.
Ist Maximilian von Schierstädt mit Barbara Schöneberger verheiratet?
Ja. Barbara Schöneberger und Maximilian von Schierstädt sind seit 2009 verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder.
Was macht die Stretton Society?
Die gemeinnützige Organisation verbindet Kulturförderung mit der Nutzung außergewöhnlicher historischer Streichinstrumente. Sie ermöglicht ausgewählten Musikerinnen und Musikern Zugang zu seltenen Instrumenten und unterstützt junge Talente durch Förder- und Mentoringprogramme.
Fazit
Maximilian von Schierstädt lässt sich vor allem als Unternehmer mit zwei deutlich unterschiedlichen beruflichen Schwerpunkten einordnen. Seine frühere Laufbahn führte über digitale Karten- und Navigationslösungen zu familynet und Looping. Später verlagerte sich ein wesentlicher Teil seines öffentlich dokumentierten Engagements auf historische Streichinstrumente und Kulturförderung. Heute ist er insbesondere mit Stretton Violins und der Stretton Society verbunden. Seine Ehe mit Barbara Schöneberger macht seinen Namen einem größeren Publikum bekannt, bildet aber nur einen Teil seiner Biografie.
siehe auch : Till Brönner Ehefrau: Was über Nadia Dassouki und ihre Familie bekannt ist

