Noémie Schulz ist eine in Frankreich tätige Journalistin, die sich auf Polizei-, Gerichts- und Justizthemen spezialisiert hat. Ihr beruflicher Weg ist vor allem durch drei große Medienmarken dokumentiert: Europe 1, CNews und France Télévisions. Bekannt ist sie für die Begleitung bedeutender Strafprozesse, Berichte direkt aus Gerichten und die Podcasts „Le Coupable“ und „Le Terroriste“. Im September 2024 wechselte sie von CNews zu France Télévisions. 2026 führt die Association de la Presse Judiciaire sie bei franceinfo TV und als Vizepräsidentin ihres Vorstands.
Noémie Schulz im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Name | Noémie Schulz |
| Beruf | Journalistin |
| Fachgebiet | Polizei, Justiz und Gerichtsberichterstattung |
| Aktuelle Medienzugehörigkeit | France Télévisions / franceinfo TV |
| Frühere Stationen | Europe 1 und CNews |
| Bekannte Podcasts | „Le Coupable“ und „Le Terroriste“ |
| Berufsverband | Vizepräsidentin der Association de la Presse Judiciaire, Amtsperiode 2026–2029 |
Wer ist Noémie Schulz?
Noémie Schulz gehört zum französischen Fachjournalismus für sogenannte „police-justice“-Themen. Dieser Bereich umfasst Strafverfahren, Ermittlungen, Gerichtsprozesse, Polizeiarbeit und die juristische Einordnung großer Kriminalfälle.
Ihre Arbeit lässt sich über mehr als ein Jahrzehnt anhand etablierter Medienarchive verfolgen. Bereits im Januar 2014 erschien ihr Name bei Europe 1 als Mitautorin eines Beitrags über juristische Fragen rund um den französischen Komiker Dieudonné. Weitere Beiträge aus demselben Jahr zeigen sie regelmäßig bei Justizthemen.
Besonders deutlich wurde ihre Rolle als Gerichtsreporterin Anfang 2015. Europe 1 schickte sie nach Bordeaux, um den Prozess im sogenannten Bettencourt-Komplex zu verfolgen. Der Sender verwies damals ausdrücklich auf ihre laufende Berichterstattung aus dem Gericht.
Damit lässt sich ihr Schwerpunkt auf Straf- und Justizthemen schon für ihre Zeit beim Radiosender klar belegen.
Von Europe 1 über CNews zu France Télévisions
Die Jahre bei Europe 1
Europe-1-Archive zeigen Schulz spätestens ab 2014 als Autorin und Reporterin. Dabei behandelte sie nicht nur spektakuläre Strafverfahren. Ihre Beiträge beschäftigten sich beispielsweise auch mit elektronischer Überwachung im Strafvollzug und mit den juristischen Folgen des Outreau-Komplexes.
Die erhaltenen Artikel sind auch deshalb aufschlussreich, weil sie bereits jene Themen zeigen, mit denen Schulz später im Fernsehen eng verbunden wurde: Strafjustiz, Gerichtsverfahren und die praktische Arbeit von Polizei und Justiz.
Noémie Schulz bei CNews
Bei CNews wurde Schulz zu einem regelmäßig sichtbaren Gesicht der Polizei- und Justizberichterstattung. Als sie den Sender am 6. September 2024 verließ, bezeichnete Télé 7 Jours sie als Grand Reporter im Bereich police-justice und schrieb, dass sie mehr als sieben Staffeln für den Sender gearbeitet habe.
Auch das CNews-Archiv dokumentiert ihre Spezialisierung ausführlich. Dort finden sich Arbeiten von Schulz zu großen Strafprozessen, Terrorverfahren und Kriminalfällen. Dazu gehören unter anderem Beiträge zum Prozess der Anschläge vom 13. November 2015, zu den Verfahren gegen Nordahl Lelandais und zum Prozess rund um den Anschlag von Nizza.
Wechsel zu France Télévisions
Der nächste Karriereschritt folgte im September 2024. Medienberichte über ihren Abschied von CNews nannten France Télévisions ausdrücklich als neues berufliches Ziel. Ihr aktuelles LinkedIn-Profil führt ebenfalls France Télévisions als Arbeitgeber.
Für 2026 liefert die Association de la Presse Judiciaire eine besonders belastbare Einordnung: Auf der offiziellen Mitgliederseite wird Noémie Schulz unter franceinfo geführt. Sie arbeitet damit weiterhin genau in jenem journalistischen Spezialgebiet, das ihre vorherige Laufbahn geprägt hat.
Wichtige Stationen ihrer journalistischen Laufbahn
| Zeitraum | Belegte Station |
|---|---|
| 2014 | Beiträge für Europe 1 zu Polizei- und Justizthemen |
| 2015 | Gerichtsberichterstattung vom Bettencourt-Prozess in Bordeaux |
| 2021 | Begleitung des Prozesses zu den Anschlägen vom 13. November für CNews |
| 2022 | Berichterstattung zum Maëlys-/Lelandais-Prozess und Veröffentlichung von „Le Coupable“ |
| 2023 | Wahl zur Generalsekretärin der Association de la Presse Judiciaire |
| 2024 | Podcast „Le Terroriste“ und Wechsel von CNews zu France Télévisions |
| 2026 | Vizepräsidentin der Association de la Presse Judiciaire; dort franceinfo TV zugeordnet |
Große Prozesse als Schwerpunkt
Ein großer Teil von Noémie Schulz‘ dokumentierter Arbeit findet nicht im Studio, sondern unmittelbar an Gerichten statt.
Während des Prozesses zu den Terroranschlägen vom 13. November 2015 berichtete sie für CNews regelmäßig von den Verhandlungen. Ende Oktober 2021 veröffentlichte der Sender beispielsweise ihre Einordnung zum Abschluss einer fünfwöchigen Phase, in der mehr als 300 Aussagen von Nebenklägern und Betroffenen gehört worden waren.
Auch die Verfahren gegen Nordahl Lelandais begleiteten ihre Arbeit über längere Zeit. Im Mai 2021 berichtete sie als Sonderkorrespondentin aus Chambéry über den Prozess zum Tod des Soldaten Arthur Noyer. Anfang 2022 war sie beim Maëlys-Prozess in Grenoble tätig.
Im September 2022 gehörte Schulz zudem zu den Autoren von CNews bei der Berichterstattung über den Prozess zum Terroranschlag von Nizza.
Diese Beispiele zeigen die Kontinuität ihres Fachgebiets: Schulz berichtet nicht allgemein über Nachrichten, sondern hat sich über Jahre auf komplexe Strafverfahren und deren juristische Abläufe konzentriert.
„Le Coupable“: Noémie Schulz als Podcast-Autorin
Neben Radio und Fernsehen arbeitet Noémie Schulz auch mit längeren Audioformaten.
Im Dezember 2022 erschien „Le Coupable“, ein achtteiliger Podcast, der von Spotify und Europe 1 Studio produziert wurde. Im Mittelpunkt steht der Strafverteidiger Alain Jakubowicz und seine Entscheidung, Nordahl Lelandais zu vertreten. Europe 1 bezeichnet Schulz ausdrücklich als Autorin des Podcasts und damals als seit zehn Jahren tätige Gerichtsjournalistin.
Das Format unterscheidet sich von einer klassischen Nachrichtenmeldung. Statt nur die bekannten Fakten eines Kriminalfalls nachzuerzählen, beschäftigt sich der Podcast ausführlich mit der Rolle und den moralischen wie beruflichen Konflikten eines Strafverteidigers.
„Le Terroriste“ und der Blick auf einen außergewöhnlichen Prozess
2024 folgte ein zweites umfangreiches Projekt: „Le Terroriste“.
Der ebenfalls aus acht Episoden bestehende Europe-1-Studio-Podcast basiert auf Gesprächen von Noémie Schulz mit der Strafverteidigerin Olivia Ronen, die Salah Abdeslam im Prozess zu den Anschlägen vom 13. November verteidigte. Die Episoden wurden am 6. Februar 2024 veröffentlicht.
Auch hier steht nicht nur der Angeklagte selbst im Mittelpunkt. Das Format erzählt einen großen Strafprozess aus der Perspektive einer Anwältin und behandelt die praktische sowie persönliche Dimension einer außergewöhnlichen Verteidigung.
Damit ergänzen die Podcasts Schulz‘ tägliche Gerichtsberichterstattung um ein deutlich ausführlicheres journalistisches Format.
Rolle in der Association de la Presse Judiciaire
Neben ihrer Arbeit für Medien ist Noémie Schulz in der Association de la Presse Judiciaire (APJ) aktiv, einem traditionsreichen französischen Verband für Justizjournalisten.
2023 wurde sie als Vertreterin von CNews zur Generalsekretärin des Verbands gewählt.
In der für 2026 bis 2029 veröffentlichten Vorstandszusammensetzung bekleidet sie inzwischen das Amt der Vizepräsidentin. Auf derselben offiziellen Seite wird sie unter den Fernsehjournalisten von franceinfo geführt.
Diese Funktion gehört zu den aktuellsten eindeutig belegbaren Angaben zu ihrem beruflichen Profil.
Was ist über Alter und Privatleben von Noémie Schulz bekannt?
Ein genaues Geburtsdatum, ihr Alter sowie Angaben zu Partner, Ehe oder familiärer Herkunft werden in den hier geprüften etablierten Medienarchiven und beruflichen Quellen nicht verlässlich dokumentiert. Deshalb sind im Internet kursierende Altersangaben, biografische Schätzungen oder angebliche Namen eines Partners keine geeignete Grundlage für ein seriöses Porträt.
Häufige Fragen zu Noémie Schulz
Wo arbeitet Noémie Schulz heute?
2026 wird Noémie Schulz von der Association de la Presse Judiciaire als Journalistin bei franceinfo TV geführt. Ihr berufliches Profil nennt France Télévisions.
Hat Noémie Schulz CNews verlassen?
Ja. Ihr Abschied von CNews erfolgte im September 2024. Danach wechselte sie zu France Télévisions.
Hat Noémie Schulz bei Europe 1 gearbeitet?
Ja. Das Europe-1-Archiv enthält unter ihrem Namen Beiträge bereits aus dem Jahr 2014. 2015 berichtete sie für den Sender unter anderem vom Bettencourt-Prozess in Bordeaux.
Welche Podcasts hat Noémie Schulz gemacht?
Zu ihren bekanntesten Audioarbeiten gehören „Le Coupable“ aus dem Jahr 2022 und „Le Terroriste“ aus dem Jahr 2024. Beide beschäftigen sich mit bedeutenden Strafverfahren aus der Perspektive beteiligter Verteidiger.
Wie alt ist Noémie Schulz?
Ein verlässlich belegtes Geburtsdatum ist in den geprüften seriösen Berufs- und Medienquellen nicht angegeben. Eine konkrete Altersangabe wäre daher Spekulation.
Fazit
Noémie Schulz hat sich auf einen klar abgegrenzten Bereich des Journalismus spezialisiert: Polizei, Strafjustiz und große Gerichtsverfahren. Von Europe 1 über ihre langjährige Tätigkeit bei CNews bis zu France Télévisions zieht sich dieser Schwerpunkt durch ihre Laufbahn. Ihre Gerichtsreportagen, die Podcasts „Le Coupable“ und „Le Terroriste“ sowie ihr heutiges Amt als Vizepräsidentin der Association de la Presse Judiciaire bilden die am besten belegten Eckpunkte ihres beruflichen Profils.
siehe auch : Fanny Fee Werther Kinder: Was über Familie und Privatleben bekannt ist

